4K Monitor

Wie schlagen sich 4K Monitore im Alltag

Wie sinnvoll ist der Einsatz von 4K Monitoren im Alltagsgeschäft und wie arbeitet es sich damit?

Prolog. Als ich vor etwa einem halben Jahr von einem iMac 27″ auf einen Mac Pro 2013 umgestiegen bin, mussten natürlich auch neue Monitore auf den Tisch. Ich habe lange überlegt ob ich bereits jetzt den Umstieg auf 4K wagen soll. Die native Auflösung von meinem 27″ iMac betrug schon stolze 2560 x 1440 Pixel. Da war schon ordentlich Platz vorhanden – vor allem beim Videoschnitt mit Adobe Premiere Pro konnten viele Fenster sinnvoll auf dem Bildschirm arrangiert werden.

Warum nicht also gleich auf 4K Monitore umsteigen?

Und genau das habe ich mir auch gedacht. Nun also recherchiert und gelesen. Da ich es bevorzuge, auf zwei Monitoren zu arbeiten, stand auch schon fest, dass es zwei Monitore werden sollen. Schnell bin ich dann auf den Asus PB287Q gestoßen. Die technischen Daten waren auch sehr nett: 28″, DisplayPort, 4K, schnelle Reaktionszeit, eine elegante 90° Drehfunktion und sehr gute Bewertungen – und das für 449 €.

Das das Displaypanel nicht sehr farbtreu bleibt bei verschiedenen Betrachtungswinkeln, hatte ich schon gelesen und es ist auch wirklich so. Darauf kann man sich aber einstellen und auch mit leben.

Also gut – zwei Stück in den Warenkorb und gekauft.

Eine riesige Überraschung – zwei mal 4K

Als die Monitore dann endlich da waren, konnte ich es auch schon kaum erwarten sie auszuprobieren. Der Mac Pro war bereits seit ein paar Tagen da und durfte sich von dem 19″ Ersatzmonitor verabschieden. Jetzt wurde der Schreibtisch auch endlich voll. Zwei 28″ Monitore sind schon eine Ansage an Platz – auch im ausgeschalteten Zustand!

Also schnell die Monitore auf das benötige DP 1.2 Protokoll umgestellt und ran an den Mac. Beeindruckend! So viel Platz hatte ich noch nie zuvor! Aber das ist auch leider der Wermutstropfen. Mac OS X geht schon sehr gut mit 4K um, aber das war mir definitiv viel zu klein! Webseiten besuchen, Mails schreiben, Kalendereinträge machen – alles sehr anstrengend und mächtig klein. Da gewöhnt man sich auch nicht dran.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es aber doch noch! Mac OS X hat eine schöne UI Skalierung an Bord, mit der man das User Interface angenehm vergrößern kann. Und das funktioniert hervorragend! Aber, wie immer, gibt es auch hier einen unschönen Nebeneffekt. Einige Programme, beispielsweise Adobe Photoshop, weiß in diesem Fall nicht wirklich, in welcher Auflösung es nun laufen soll. Das ist ja auch verständlich, da lediglich nur das Userinterface vergrößert wird. Heißt, man arbeitet bei angenehmen 3008 x 1692 Pixeln, aber Photoshop rennt auf 4K. Da gehen sämtliche Größenverhältnisse über Bord bei der Arbeit an Webgrafiken.

Aber auch dafür gibt es eine Lösung!

Photoshop bietet beispielsweise die Möglichkeit, selbst auf einer angepassten Vergrößerung zu starten. Da stimmen dann auch die Verhältnisse wieder. Einzig die Dialogboxen werden verpixelt und unsauber dargestellt. Aber in Anbetracht der Umstände kann man das verzeihen.

Vergleichsgrafik UI Zoom
Vergleich von der vergrößerten Photoshop UI und der vergrößerten OS Ansicht

4K Monitore – das Fazit

Meiner Meinung nach sind 4K eine sehr schöne Sache. Vor allem wenn man die Skalierung des Betriebssystems bequem auf die eigenen Wünsche anpassen kann. Mit Mac OS X stellt sich dem nichts entgegen.

Allerdings würde ich anstelle von zwei 4K Monitoren eher zu einem größeren Monitor raten. Also eher 34″ im Ultrawide Format bei 4K – das stelle ich mir spannend vor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

11 − 4 =