MacBook Pro Retina

MacBook Pro Retina 13″ 2015 – ein guter Wechsel vom Air?

In diesem Beitrag geht es um meine Neuanschaffung eines MacBook Pro 13″ mit Retina Display welches mein MacBook Air 13″ ersetzt. Ich gebe dir einen Einblick von meinen ersten Eindrücken und ziehe den Vergleich zum MacBook Air 13″.

Prolog. Ich blicke nun schon auf eine ganze Reihe an Apple Geräten zurück. Angefangen hat es damals mit einem 15″ MacBook Pro (late 2011). Damit hat eigentlich meine Begeisterung zu Mac OS X begonnen, die aber einen langen Entwicklungsverlauf genommen hat. Anfangs war das MacBook Pro mein Zweitgerät neben einem Selfmade Windows PC. Und da ich mit Microsoft Windows großgeworden bin, hat der Umstieg sehr lang gedauert. Aber irgendwann waren auch die letzten Umstellungshürden genommen und der Windows PC wurde verkauft. Da ich nicht ausschließlich mit einem Notebook arbeiten konnte, folgte zum MacBook Pro auch ein 27″ iMac. Und ab diesem Zeitpunkt war alles beschlossen. Nie wieder zurück zu Windows!

Irgendwann hatte das 15″ MacBook Pro auch ausgedient und wurde gegen ein MacBook Air 13″ (mid 2013) ausgetauscht. Das war auch das erste Gerät an dem ich nichts auszusetzen hatte. Hier war einfach alles perfekt. Nicht wie beim MBP, bei dem ich zwei neue Festplatten (wegen der Vibrationen und Speicherplatzmangel) und letztendliche eine SSD eingebaut habe, weder nervige Lüftergeräusche wie beim iMac, der zum Schluss auch eine SSD bekommen hatte.

Mitte 2015 war der iMac dann auch soweit ausgetauscht zu werden. Da ich nun etwas mit richtig viel Leistung brauchte für Videobearbeitung und Videoschnitt, viel die Entscheidung auf einen Mac Pro 2013 mit einem 6-Kern Prozessor und zwei AMD FirePro D500. Der ging gleich zwei Tage später als DOA, wegen SSD Problemen zurück und der Zweite war dann perfekt.

Ich glaube an dieser Stelle kann man schon merken, dass ich ein ziemlich pingeliger Mensch bin, bei dem jedes Detail perfekt sein muss – und im Zweifel geht das Gerät zum Hersteller zurück.

Das MacBook Air 13″ muss für das MacBook Pro Retina 13″ Platz machen

Nun musste das MacBook Air auch das Feld räumen und ein MacBook Pro Retina 13″ stand auf meinem Wunschzettel. Nun war es vor ein paar Tagen soweit – ich hatte mich entschieden und hatte bei notebooksbilliger.de ein guten Deal gefunden. Abends um 21:30 Uhr bestellt und via Expressversand geordert. Pünktlich vor 12:00 Uhr am nächsten Tag klingelte dann der nette UPS-Fahrer und gab mir mein heiß begehrtes Paket.

Große Vorfreude beim Blick auf die Verpackung

Schon die Beschriftung auf der Verpackung erzeugte Lust aufs Auspacken.

MBP 13.3/2.9GHz/16GB/512GB 

Hier wartet also ein Intel i5 mit 2.9GHz, 16GB Ram und eine 512GB große SSD in einem 13″ Notebook mit Retina Display. Klingt doch vielversprechend oder?

Also schnell auspacken und nun hatte ich es endlich in den Händen.

MacBook Pro 13 zoll Retina
MacBook Pro 13″ mit Retina Display

Der erste Eindruck und die ersten Schritte mit dem neuen MacBook Pro

Gut – es ist schwerer als das MacBook Air, aber das wusste ich ja nun schon vorher und es ist auch nicht schlimm. Das Teil macht einfach einen verdammt guten Eindruck! Obwohl es nicht das erste MacBook Pro ist, ist es doch irgendwie etwas ganz anderes. Es fühlt sich einfach unbeschreiblich toll an! Am Abend dann nahm ich mir die Zeit es einzurichten – alles wie gewohnt einfach und auch recht schnell getan. Gut, die Updates und Installationen für die Adobe Creative Cloud dauern halt seine Zeit. Aber irgendwann war auch das erledigt und am nächsten Tag konnte ich dann nach dem Feierabend mich endlich an die Arbeit machen.

Ordentlich Leistung unter der Haube

Beim Bestellen stand ich vor der Wahl zwischen dem i5 mit 2,9GHz und dem i7 mit 3,1GHz Taktrate. Nach langer Recherche und vielen interessanten Benchmarkvergleichen bei YouTube konnte ich mich letztendlich auf den i5 entscheiden. Denn, um ehrlich zu sein, wozu brauche ich den einen i7 in einem Notebook – wenn ich doch für Rechenintensive und große Videoprojekte einen Mac Pro habe?

Die ersten Tests bestätigen mir das voll und ganz. Der i5 mit 2,9GHz reicht mehr als genügend.

Arbeitsspeicher und SSD Speicher

Ich wusste, dass mir die standardmäßigen 8GB Ram nicht reichen werden. Daher habe ich gleich auf 16GB aufgestockt. So habe ich genug Puffer für Adobe Photoshop und Adobe Premiere Pro.

Da ich auch gern einige Daten und Dokumente unterwegs dabei haben möchte, wollte ich nicht am Speicherplatz sparen. Bei den letzten Notebooks habe ich das immer unterschätzt. Auch das die ganzen Adobe Produkte eine Menge platz belegen. Also – diesmal daraus gelernt – 512GB SSD.

Die PCIe Anbindung der SSD kenne ich nun schon vom Mac Pro – und überzeug mich auch vollständig im MacBook Pro. Das System fährt in Windeseile hoch, Programme starten angenehm schnell und Kopiervorgänge gehen flott von der Hand. So wie man es auch erwartet.

Jeden Blick wert – das Retina Display

Dieses MacBook Pro ist mein erstes mit Retina Display. Ich habe mich in den letzten Tagen nun schon oft erwischt, wie ich einfach nur vor dem Bildschirm sitze und Buchstaben beobachte. Es ist so angenehm damit Texte zu lesen und Bilder anzuschauen. Auch das Platzangebot bei 1680 x 1050 Pixel ist viel wert – gerade bei 13″. Und wenn ich ehrlich bin, wirken die 13″ dadurch größer beim Arbeiten. Erst wenn man das MacBook Pro zuklappt und in die Hand nimmt, merkt man das es wirklich nur 13″ sind.

Farbwiedergabe und Betrachtungswinkel sind wie bei jedem Apple Monitor überragen gut. Kontraste sind stark und die Helligkeit ist mehr als ausreichend. Da ich mich durch die letzten Displays schon an das spiegeln gewöhnt habe, werde ich auch hier nicht viel zu Meckern haben.

Was mich aber doch schon etwas stört, bzw. erschrocken hat, war der Moment, an dem ich den typischen „MacBook Pro“ unter dem Display gesucht habe. Seit wann ist der denn verschwunden? Gerade das hat mir immer sehr gut gefallen.

macbook pro retina display
Das Display vom MacBook Pro 13″ Retina ist fantastisch

So macht Arbeiten Spass – das neue Trackpad

Eines muss ich vorweg sagen, ich war nie ein Freund vom auf dem Trackpad rumgedrücke. Ich habe lieber immer nur „getippt“. Anders soll es nun bei dem neuen Trackpad werden. Es ist schon witzig, wenn man bei ausgeschaltetem Gerät versucht, das Trackpad zu drücken – und es passiert nichts. Wenn es dann aber an ist, so geht es mir, will ich am liebsten alles anklicken – mehrmals! Ich bin der Meinung, dass sich Apple hier nach langer Zeit etwas großartiges ausgedacht hat.

Das neue Trackpad
Das neue Trackpad (sieht genauso aus wie das alte Trackpad – fühlt sich aber viel schöner an)

Wie von Apple gewohnt – sehr gute Verarbeitung

Wer schonmal ein MacBook in der Hand hatte, der weiß das an der Verarbeitungsqualität nichts bemängelt werden kann. Und das ist in diesem Fall auch so. Alles fühlt sich hochwertig an und jedes Spaltmaß stimmt. Nichts knarzt, knackt oder wackelt. Einfach alles sitzt perfekt.

MacBook Pro Rückseite MacBook Pro Seitenansicht

Die Tastatur – perfekt, bis auf ein kleines Manko

Im gesamten macht die Tastatur einen sehr guten Eindruck. Die Druckpunkte der  Tasten sitzen gut und das schreiben fühlt sich sehr angenehm an. Auch die Beleuchtung macht nach wie vor einen guten Eindruck und hilft beim Schreiben in schlecht beleuchteter Umgebung.

MacBook Pro Tastatur
MacBook Pro Tastatur

Aber leider hat sich bei meinem Gerät wohl ein kleiner Produktionsfehler eingeschlichen. Die Pfeiltasten sitzen sehr locker an ihrer Position und geben beim Drücken kein sehr angenehmes Feedback. Zudem klappern Sie und wackeln. Das konnte ich im Vergleich bei meinem alten MacBook Air und anderen MacBook Pros nicht nachstellen. Bei den anderen Testgeräten waren die Pfeiltasten in der gleichen Qualität wie die restlichen Tasten.  Hier bin ich derzeit mit notebooksbilliger.de in einem Austauschprozess – ein Update zum Austauschgerät wird dann später folgen.

Update 07. März 2016. Beim Austauschgerät ist mit der Tastatur alles in Ordnung. Auch die Pfeiltasten sind nun so wie gedacht und gewollt.

MacBook Pro Pfeiltasten
MacBook Pro Pfeiltasten – in meinem Fall mit minderer Qualität (Bei Austauschgerät in Ordnung)

Im Vergleich zum MacBook Air 13″ (mid 2013) – mein Fazit

Auch wenn man beide Geräte von der technischen Seite und auch von dem Entwicklungsstand nicht wirklich vergleichen kann – versuche ich einmal ein Fazit zum Umstieg zu ziehen.

Das MacBook Pro ist ein wenig schwerer. Wie stark sich das jetzt im Alltag bemerkbar machen wird werden wir sehen. Ich bin aber der Meinung, dass sich vom Handling nicht sehr viel ändern wird. Auch die Form der Vorderseite, im speziellen die Aussparung zum öffnen, ist bauartbedingt beim MacBook Pro dicker. Das finde ich im Gebrauch beim MacBook pro wesentlich angenehmer (ich lege immer den Daumen in diese Einkerbung wenn ich das Trackpad bediene), da das dünne Air hier eher etwas in den Finger „schneidet“. Zudem gefällt mir die schwarze Umrandung beim MacBook Pro wesentlich besser und hochwertiger als die Aluminiumumrandung beim MacBook Air.

Von der Leistung hat sich hier natürlich einiges getan. Der Prozessor ist Leistungsfähiger, die Taktraten höher und das spürt man auch deutlich im Alltag. Alles läuft flüssiger und man kann nun auch wesentlich angenehmer mit mehreren virtuellen Schreibtischen arbeiten, ohne das sich das Gerät damit einen abbricht.

Die Akkulaufzeiten sind beim MacBook Pro bis jetzt gefühlt einiges länger. Genaue Messungen habe ich allerdings noch nicht vorgenommen – das werde ich in einem späteren Beitrag noch nachreichen.

Womit ich mich noch nicht ganz anfreunden kann, ist das beim MacBook Pro die Abwärme vor dem Display hochgepustet wird. Beim MacBook Air wird die Abluft am Gehäuseboden nach hinten geleitet. Wie sich das auf das Display auswirkt bleibt spannend. Vor allem bei Lastsituationen.

Abluftführung MacBook Pro
Abluftführung MacBook Pro

Bis jetzt kann ich aber schon sagen, dass sich der Wechsel für mich sehr gelohnt hat. Mehr Leistung bei gleicher Größe und nur minimalem Mehrgewicht. Wenn bei dem Austauschgerät nun auch die Pfeiltasten perfekt sind – bin ich mehr als zufrieden.

 

2 Gedanken zu „MacBook Pro Retina 13″ 2015 – ein guter Wechsel vom Air?“

  1. Ich habe bei meinem MBP 2015 das gleiche Problem mit den Tasten, ebenfalls bei Notebooksbilliger gekauft.
    Gab es Probleme beim Tausch? Bzw. war das Tauschgerät ein Original verpacktes oder ein „wir haben dran rumgebastelt“ Gerät?
    Lg

    1. Hallo Moritz, Notebooksbilliger hat dann, nachdem ich über Facebook einen riesigen Aufstand gemacht habe, einen Rückkauf des Gerätes veranlasst. Ein neues Gerät wurde dann direkt rausgeschickt – Neu und OVP. Rückkauf und die Abwicklung hat dann in der Tat reibungslos funktioniert.

      Viele Grüße
      Tobias

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